Linzer Anwalt will Sammelklage einbringen

12. September 2003, 13:24
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Stadt Wien zur Rechenschaft soll für die Missstände im Geriatriezentrum Lainz zur rechenschaft gezogen werden

Wien - Für die Missstände im Geriatriezentrum Lainz will ein Linzer Anwalt nun die Stadt Wien zur Rechenschaft ziehen. Laut einem Bericht in der "Neuen Kronen Zeitung" vom Donnerstag kündigte Dr. Johannes Hintermayr eine Sammelklage an.

"Es wurden ja Heimverträge unterschrieben, die eine Pflege der Patenten genau regeln. Wir klagen auf Feststellung und Unterlassung", argumentiert der Jurist. Für Entschädigungen bestünden "gute Chancen", da in diesem Fall die Beweislastumkehr gelte. Deshalb müsse die Stadt Wien beweisen, "dass die Patienten nicht durch die mangelnde Behandlung gelitten haben".

Wie am Mittwoch weiters bekannt wurde soll es in Lainz bereits vor Wochen zu einem brutalen Vorfall gekommen sein. Laut "Kurier" hat ein Pfleger eine Patientin misshandelt. Er sei von Kollegen erwischt und am Tag darauf suspendiert worden, heißt es weiter.

Inzwischen beschäftigt der Fall auch die Staatsanwaltschaft. Laut dem Bericht ist er aber erst am Mittwoch zur Anzeige gekommen, nachdem der Vorfall im Rahmen der Kontrollen in Lainz aufgedeckt worden war. (APA)

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