Ausweitung der Kunstzone

15. September 2003, 00:48
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12.-18. September: Erster "Salon du Collectionneur" in Paris

Paris - Am 12. 9. eröffnet im Pariser Carrousel du Louvre zum ersten Mal eine neue Antiquitätenmesse, etwas ideenlos "Salon du Collectionneur" (Sammlermesse) genannt. Bis zum 18. 9. bieten 103 internationale Aussteller in spezifischen "Zonen" ihre Stücke an. In der Zone der Stammeskunst, mit sieben Ausstellern die kleinste, befinden sich die führenden Galeristen Mermoz und Alain de Monbrison (beide Paris).

In der mit 19 Galerien bestückten Zone "Asien" stellt Robert Hall neben Susan Ollemans, Priestley & Ferraro (alle London), sowie der Leiter der Messe, Christian Deydier (Oriental Bronzes Ltd. London-Paris), aus. In der Keramik-Zone trifft man ebenfalls auf 19 Aussteller, darunter Vandermeersch (Paris), John Whitehead, van Halm (beide London), Ursula Riedi (Zürich) und Lukacs & Donath aus Rom. Gemälde, Handzeichnungen und Skulpturen sind in der mit 22 Galerien bestückten Zone zusammengefasst, mit Claude Bernard, Jean-Marie Le Fell (beide Paris) und Martin Bonham Carter (London). Die mit 25 Händlern stärkste Abteilung ist die mit Möbel und Kunsthandwerk - mit Marktführern wie Steinitz, Gismondi, Ariane Dandois (alle Paris). In einer weiteren Zone wurden Juwelen, Silber und Textilien zusammengefasst, wo sich die auf Tapisserien ausgerichtete Galerie Boccara (Paris) befindet.

Der Leiter der Messe, Christian Deydier, ist auch Präsident des Antiquitätenverbandes und damit Vorstand der Pariser Antiquitätenbiennale. Er will im Biennale-Rhythmus die alteingesessene Institution der Antiquitätenbiennale ergänzen bzw. ihr Konkurrenz machen. Angebot und kommerzielle Nachfrage werden über den Erfolg dieser Ambition entscheiden. (ogw/DER STANDARD, Printausgabe, 11.9.2003)

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