Teheran dementiert Schüsse auf britische Botschaft

11. September 2003, 11:57
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Schüsse hätte in Zusammenhang mit "Polizeiaktion" gestanden - London bleibt bei seiner Darstellung

Teheran/London - Die iranische Regierung hat am Mittwoch bestritten, dass die britische Botschaft in Teheran am Vortag erneut beschossen worden sei. Ein Beamter des Außenministeriums sagte dem staatlichen Fernsehen, die Schüsse nahe der Botschaft vom Dienstag seien in Zusammenhang mit einer "Polizeiaktion" gestanden. Das Außenministerium in London blieb jedoch bei seiner Darstellung, dass Schüsse "auf das Gebäude oder in seiner unmittelbaren Umgebung abgefeuert wurden." Dafür gebe es Augenzeugen.

Bereits vor einer Woche war das Gebäude von einer angrenzenden Straße aus unter Beschuss genommen worden. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch. Nach Angaben von Augenzeugen hatten zwei Männer die Schüsse von einem vorbeifahrenden Motorrad abgegeben. Dem Großteil des Botschaftspersonals wurde daraufhin empfohlen, nicht mehr weiter in dem Gebäude zu arbeiten.

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Iran sind gespannt. Hintergrund ist ein Streit um den früheren iranischen Botschafter in Argentinien, Hadi Soleimanpur. Er soll 1994 an einem Bombenanschlag mit 85 Toten auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires beteiligt gewesen. Der Ex-Diplomat trotz eines Kautionsangebots des Iran in Großbritannien in Auslieferungshaft.(APA/dpa)

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