Drei Jahre Windows für heimische Schulen

18. September 2003, 11:17
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Bildungsministerin Gehrer unterzeichnet Vertrag mit Microsoft - SPÖ warnt und rät zum "verstärkten Einsatz von Open-Source-Produkten"

Die Schule müsse e-fit sein, meinte die konservative Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und unterzeichnete am Mittwoch einen Dreijahresvertrag mit Microsoft. Durch das "Austrian College and High school agreement" würde den Bundesschulen ein optimaler Softwarezugang gesichert. Schon jetzt würden Österreichs Schulen bei der Computerausstattung an der EU-Spitze liegen.

Hardware

Derzeit werde gerade eine große Initiative zur Erneuerung der Hardware an den Gymnasien durchgeführt. So sollen heuer noch 5,35 Millionen Euro in Neuerungen im IT-Bereich der AHS investiert werden. Notwendig wären noch entsprechende Weiterbildungen bei den Lehrern, so die Bildungsministerin.

Drei Jahre Microsoft

Der Vertrag mit Microsoft werde auf drei Jahre abgeschlossen. Jährlich anfallende Kosten für das Bildungsministerium: 2,58 Millionen Euro. Von diesem Vertrag würden die rund 46.500 PCs an den Bundesschulen auf einmal erfasst, und die Budgets der einzelnen Schulen würden dadurch erleichtert, erläuterte Gehrer. Während die Schulen früher für jeden PC eine Lizenzgebühr an Microsoft zu entrichten hatten, würden sie nun nur mehr eine Pauschalgebühr von 62,15 Euro für das Startpaket und dann 29,20 Euro pro Halbjahr für die Medienbereitstellung und den Versand der neuesten Version bezahlen müssen.

Warnung

SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser warnt in Zusammenhang mit der Kooperation mit Microsoft vor einer Abhängigkeit von internationalen Konzernen und meint, dass keine Schule gezwungen werden dürfe, etwa die Produkte von Microsoft kaufen. Alternativ rät man zum "verstärkten Einsatz von Open-Source-Produkten".(APA/red)

  • Bildungsministerin Gehrer

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