Afghanistan: Mindestens 20 Tote bei Stammesfehden

12. September 2003, 09:35
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Am Montag wurden vier Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Afghanistan getötet

Islamabad/Kabul - Bei Stammesfehden in der ostafghanischen Provinz Paktia sind mindestens 20 Menschen getötet und 40 verletzt worden. Zwei Stämme hätten sich östlich der Provinzhauptstadt Gardes über drei Tage hinweg Gefechte geliefert, berichtete die in Pakistan ansässige Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf Augenzeugen. Anlass der Auseinandersetzung seien Landstreitigkeiten gewesen. Bei einer ähnlichen Fehde zwischen zwei anderen Stämmen in der Nachbarprovinz Logar habe es ebenfalls Opfer gegeben.

Wagen des Dänischen Hilfskomitees überfallen

Bei einem Überfall in der ostafghanischen Provinz Ghasni sind vier afghanische Mitarbeiter einer dänischen Hilfsorganisation getötet und einer verletzt worden. Nach Angaben der Provinzregierung vom Mittwoch überfielen am Montagabend zehn bewaffnete Angreifer einen Wagen des Dänischen Hilfskomitees für afghanische Flüchtlinge (DACAAR). Sie hätten vier der Insassen getötet und das Auto gestohlen, hieß es. Bisher sei niemand festgenommen worden.

In den vergangenen Wochen waren Kämpfer der radikalislamischen Taliban für solche Überfälle verantwortlich gemacht worden. Am Dienstag war bekannt geworden, dass mutmaßliche Taliban-Rebellen in der südafghanischen Provinz Kandahar vier afghanische Zivilisten bei einem Hinterhalt getötet und einen fünften schwer verletzt hatten. (APA/dpa)

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