Leichter Rückgang bei geringfügig Beschäftigten

15. September 2003, 14:40
posten

213.001 im August

Wien - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist im August saisonal bedingt weiter zurückgegangen. Sie betrug nach Angaben des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger 213.001. Im Vormonat Juli waren 60.494 Männer und 152.507 Frauen geringfügig beschäftigt gewesen. Zu den geringfügig Beschäftigten kommen noch die geringfügigen Dienstverträge. Diese lagen für den August noch nicht vor, im Juli hatte ihre Zahl 40.203 betragen. Davon waren 16.242 auf Männer und 29.961 auf Frauen entfallen. Die Zahl der freien Dienstverträge, die über der Geringfügigkeitsgrenze von 301,54 Euro liegt, betrug im Juli 23.781. Die Aufteilung nach Frauen (11.697) und Männer (12.084) ist hier relativ ausgeglichen. Weniger Freie Dienstnehmer

Der Freie Dienstnehmer gilt in der Sozialversicherung zwar als Unselbstständiger, aber in allen anderen Bereichen als Selbstständiger. Das heißt, im steuerlichen Bereich ist er einkommenssteuerpflichtig, im Arbeitsrecht gelten überhaupt keine Normen, er hat keinen Urlaubsanspruch, keinen Abfertigungsanspruch und keinen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall. Während die Zahl der geringfügig Beschäftigten fast kontinuierlich (mit Ausnahme saisonaler Gründe) steigt, geht jene der Freien Dienstnehmer leicht zurück. 1998 wurden geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufgenommen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen oder nicht. Für den Dienstgeber ist die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen dann Pflicht, wenn er mehrere geringfügig Beschäftigte angestellt hat, die zusammen mehr als das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 301,54 Euro) verdienen. (APA)

Share if you care.