Die neue Speicher-Generation, die niemals vergisst

17. September 2003, 14:47
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"MRAM"-Technologie soll 2004 durchstarten - erste Bausteine bereits Ende 2003 erhältlich

Die neue Generation der Speicher-Bausteine dürfte - nach mehr als fünf-jähriger Entwicklungszeit - nun schon bald in den Handel kommen. Sowohl IBM wie auch Motorola wollen im kommenden Jahr der MRAM-Technologie zum Durchbruch verhelfen.

Der "universielle Speicher"

Laut Angaben von Motorola soll das neue "Magnetoresistive Random Access Memory" - MRAM - bereits Ende 2003 an die ersten Entwickler ausgeliefert werden. Mobiltelefone und PDAs mit MRAM-Technologie sollen dann Mitte 2004 im Handel erhältlich sein. Auch IBM, das ursprünglich erst 2005 mit MRAM starten wollte, wird nun schneller als geplant die neuen Speicherbausteine in den Markt bringen.

Speicher, die nicht vergessen

MRAM verwendet im Gegensatz zu den gängigen Speicher-Bausteinen Magnetismus anstelle von elektrischer Ladung um Daten zu speichern. Dadurch sollen sich schnellere Startzeiten für Computer, Mobiltelefone und PDAs ermöglichen lassen. Zudem wird der Datenverlust wesentlich reduziert, die Wartezeit beim Laden von Daten minimiert und dadurch auch die Lebenszeit von Batterien und Akkus erhöht. Da unterschiedliche Funktionen auf einen Chip integriert werden können, hoffen die Hersteller kleinere Bausteine zu kosteneffizienteren Preisen auf den Markt bringen zu können.

Sechsfache Geschwindigkeit

"MRAM ist bis zu sechs Mal schneller als herkömmliche statische RAM-Bausteine", so IBM-Sprecher Richard Butner. "Forscher versuchen seit Jahren den "universiellen" RAM-Ersatz zu finden, der stabil, billig, schnell und stromsparend ist. DRM, Flash und SRAM haben nur eine oder zwei dieser Anforderungen erfüllt, mit MRAM bietet sich nun eine neue vielversprechende Technologie an, die diesen Aufgaben gewachsen ist", so Butner weiter.

Hochfahren ohne Wartezeit

Mit der Einführung von MRAM sollen einige "Überreste" der Frühgeschichte der Computerentwicklung endgültig von der Bildfläche verschwinden. So etwa die Wartezeit beim Hochfahren und Abschalten von Rechnern aber auch die irritierenden Meldungen des Betriebssystems wie etwa "Loading" und "Saving your settings". Heutige Computer müssen die Informationen von der Festplatte erst auf den lokalen Speicher laden, wenn sie eingeschaltet werden. Dieser Datentransfer kann aber erst dann beginnen, wenn die Festplatte auf Arbeitsgeschwindigkeit gebracht wurde. Beim Abschalten geht dieser Vorgang dann in die entgegengesetze Richtung wieder von vorne los. "MRAM wurde entwickelt um es zu ermöglichen, dass Programme und Daten am lokalen Speicher verbleiben können", so Butner.(red)

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