Über Osaka nach Athen

11. September 2003, 14:44
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Medaillen und Olympiatickets sind das Ziel der österreichischen AthletInnen bei der am Donnerstag beginnenden Judo-WM

Osaka - Von Donnerstag bis Sonntag finden im japanischen Osaka die Judo-Weltmeisterschaften statt, der Österreichische Judoverband (ÖJV) hofft dabei auf die erste Medaille seit 1997, als Patrick Reiter in Paris als Dritter von der Matte ging.

Aus dem siebenköpfigen ÖJV-Team werden Claudia Heill (Gewichtsklasse bis 63 kg), Sabrina Filzmoser (bis 57 kg) und Ludwig Paischer (bis 60 kg) als Kandidaten für eine Medaille gehandelt. Das erklärte Ziel der Mannschaft sind vier so genannte Olympia-Quotenplätze, die es für Resultate unter den ersten fünf gibt. Die Chancen stehen gut, mit Heill, Filzmoser, Paischer und Silvia Schlagnitweit haben bei den Europameisterschaften in Düsseldorf im Mai nicht weniger als vier ÖJV-Aktive jeweils eine Bronzemedaille gewonnen und damit für die medaillenreichsten Kontinental-Titelkämpfe seit 1988 gesorgt. In Osaka soll die nun bereits sechs Jahre währende Durststrecke bei Weltmeisterschaften beendet und damit der Grundstein für Olympia-Erfolge 2004 in Athen gelegt werden.

"Die letzten olympischen Medaillen liegen schon lange zurück, umso schöner wäre es, wenn wir jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen. In den vergangenen Jahren hatten wir meist nur einen Sportler, auf dem dann der Druck lastete, jetzt sind die Erwartungen auf mehrere Schultern verteilt", erklärte Verbandspräsident Franz Haugeneder. Das Herrenteam umfasst mit Franz Birkfellner (bis 100 kg), Daniel Mallaun (bis 73 kg), Andreas Mitterfellner (bis 66 kg) und Ludwig Paischer (bis 60 kg) vier Athleten. "Wir sind nicht die Favoriten, aber auch keine Außenseiter", erklärte Herren-Nationaltrainer Klaus Peter Stollberg.

Die Finalkämpfe finden von Donnerstag bis Sonntag jeweils um 11 Uhr MESZ (live auf Eurosport) statt. (sjk, DER STANDARD PRINTAUSGABE 10.9. 2003)

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