Berlin, Paris und London wollen dem Iran Ultimatum stellen

11. September 2003, 10:37
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Teheran soll zur Offenlegung seines Atomprogramms gebracht werden - Zweiter Resolutionsentwurf von Südafrika

Wien - Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen dem Iran ein Ultimatum zur Offenlegung seines Atomprogramms stellen. Ein Resolutionsentwurf der drei Staaten, der am Dienstag auf einer Konferenz der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in Wien vorgestellt werden sollte, verlangt von Teheran, bis Ende Oktober seinen Verpflichtungen nachzukommen. Aus diplomatischen Kreisen verlautet, gibt es noch einen zweiten Resolutionsentwurf aus Südafrika. Dem Vernehmen nach enthält dieser kein Ultimatum.

Der Iran solle das Zusatzprotokoll zum Atomwaffen-Sperrvertrag, das umfassende Inspektionen der IAEO ermöglichen würde, prompt und bedingungslos unterzeichnen, ratifizieren und implementieren, heißt es in dem deutsch-britisch-französischen Resolutionsentwurf. Der Iran solle außerdem alle Uran-anreichernden Aktivitäten aussetzen und von der Brennstäbe-Aufbereitung Abstand nehmen. Der Iran solle drittens alle notwendigen Schritte bis Ende Oktober setzen.

Die USA unterstützen offenbar den Entwurf der drei Staaten, hieß es. Die Länder des Gouverneursrates hätten nun theoretisch 24 Stunden lang Zeit, über den Resolutionsvorschlag nachzudenken. Vermutet wird allerdings, dass erst am Donnerstag über die Resolution beraten wird.(APA)

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