Naturhistorisches Museum zeigt Evolution der Pferde im Zeitraffer

1. Oktober 2003, 12:01
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Die Animation "Pferdemaschine" reduziert fünfzig Millionen Jahre auf wenige Minuten

Wien - Die Entwicklung der Pferde vom hundegroßen Propalaeotherium bis zu den sprichwörtlich stolzen Rössern zeigt eine neue Computersimulation mit dem Namen "Pferdemaschine" im Naturhistorischen Museum Wien (NMW). Die weltweit einzigartige Simulation veranschauliche nicht weniger als 50 Millionen Jahre der Evolutionsgeschichte, hieß es in einer Aussendung des NMW.

In vier Animationen kann der Besucher die Entwicklung vom Urpferdchen bis zum vertrauten Reittier selbst steuern. Durch Drehen an Zahnrädern werden die Parameter Umwelt, Nahrung, Aussehen, Zeit und Ausbreitung verändert. Evolution soll dadurch als vernetzter Prozess erfahrbar werden.

Vierzig Millionen Jahre für den Huf

Allein die Entwicklung von der Zehe bis zum Huf dauerte nicht weniger als 40 Millionen Jahre. Die ersten Pferde bewohnten dichte Urwälder mit sumpfigen Böden, erst vor 30 Millionen Jahren begannen die Tiere, offene Landschaften zu erobern, damit bildeten sich auch die äußeren Zehen stark zurück.

Im Anschluss an die interaktive Reise können im gleichen Saal des Museums auch die Originalskelette der jeweiligen Epoche betrachtet werden. Die Computersimulation wurde unter Anleitung der Paläontologen Gudrun Höck und Mathias Harzhauser durch die Firma Wonderworks erstellt. (APA)

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    derstandard.at
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