Werber am Weg aus der Krise

23. Oktober 2003, 15:54
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Fachverband prognostiziert "moderates Wachstum" für 2004

Umfrageergebnisse bestätigen erste Anzeichen, wonach sich ein Ende der Werbekrise ankündigt: Erstmals seit 2000 könne man von einem echten Wachstum in der Kommunikationsbranche sprechen, meint Meinungsforscher Klaus Fessel vom Medienforschungsunternehmen Focus. "Langsam, aber sicher" begebe man sich auf den Wachstumspfad zurück, schon das vierte Mal in Folge verzeichnet Focus heuer ein leichtes Plus von rund 1,5 Prozent.

Für 2003 gibt sich Fessel ebenfalls vorsichtig optimistisch und prognostiziert 2,3 Prozent Werbeplus. 2002 schloss noch mit minus 1,9 Prozent ab.

Trendumkehr

Angesichts dieser Zahlen spricht Werbefachverbandsobmann Walter Ruttinger gar von einer "Trendumkehr". Fast alle Werbeträgergruppen dürften nächstes Jahr mit moderaten Zuwächsen rechnen.

Selbst international können sich die für Österreich prognostizierten Zahlen sehen lassen. Deutschland muss mit einem Minus von 2,2 Prozent rechnen, Nachbar Schweiz ebenfalls mit Rückgängen bis zu einem Prozent. Lediglich in den USA erwarte man ein Plus von 2,9 Prozent.

Ruttinger sieht seine Branche "auf einem moderaten Wachstumspfad mit plus drei bis plus fünf Prozent im Jahr 2004, Tendenz für 2005 steigend", wie er am Dienstag sagte. Der Werbemarkt sei "hyperzyklisch" an die allgemeine Konjunkturentwicklung gebunden, betonte er. An die werbetreibende Wirtschaft appellierte er daher, nur nicht bei der Werbung zu sparen. (prie, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 10.9.2003)

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