Ruhige Nacht in St. Georgen

9. Jänner 2000, 12:44

Trotzdem wurde der der Großeinsatz der Sicherheitskräfte fortgesetzt - Computerunterstützte Rasterfahndung laut Ermittler nicht sinnvoll

CHRONOLOGIE Die Intervalle zwischen den Brandlegungen werden kleiner
Linz - Weiter fortgesetzt wurde in der Nacht auf Sonntag der Großeinsatz der Sicherheitskräfte im Ortsgebiet von St. Georgen (Bezirk Perg) in Oberösterreich. Allerdings erfolglos, der gefürchtete Brandstifter konnte auch durch die Patrouillen dieser Nacht nicht gefasst werden. Das für kommende Woche erwartete Täterprofil soll die Ermittlungen der Beamten ein großes Stück weiterbringen.

Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet in seiner morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe, dass zur Identifikation des Täters sogar an die computerunterstützte Rasterfahndung gedacht wird. Alois Lißl von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich wollte diese Meldung nicht bestätigen: "Es stellt sich die Frage, ob eine solche Fahndung überhaupt Sinn macht." In einem Ort wie St. Georgen könne man einzelne Personengruppen durchaus auch händisch auswählen und überprüfen. Das Täterprofil des Kriminalpsychologen Thomas Müller wird diese Ermittlungen leiten.

Wie hoch der finanzielle Aufwand zur Überwachung des Ortes ist, soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. ORF-Meldungen, wonach für eine "sichere Nacht" rund 800.000 Schilling notwendig seien, wurden von Lißl weder bestätigt noch dementiert. "Diese Zahlen beruhen auf Schätzungen, wir müssen uns die Kosten erst genau durchrechnen", sagte Lißl am Sonntag Vormittag. (APA)

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