Ökostromanteil wächst schneller als erwartet

11. September 2003, 15:16
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Angestrebter Anteil könnte bereits vor dem Zieljahr 2008 erreicht werden - Doch auch die Kosten steigen

Wien - Der Anteil an Energie aus erneuerbaren Energiequellen in Österreich steigt merklich an, damit aber auch die Kosten. Das seit Jahresbeginn 2003 gültige Ökostromgesetz habe die Erwartungen erfüllt, meint der Geschäftsführer der Stromregulierungsbehörde Energie-Control, Walter Boltz: "Das Ziel von vier Prozent Anteil von Ökostrom wird bereits in zwei bis drei Jahren erreicht sein, deutlich vor dem Zieljahr 2008", sagte Boltz. "Bereits 2004 werden es etwa drei Prozent sein, was 50 Prozent über dem gesetzlichen Zwischenziel von zwei Prozent liegt", sagte Boltz.

Nach den vorläufigen Rohdaten wurden im ersten Halbjahr 2003 rund 238 GWh unterstützter Ökostrom in das öffentliche Netz eingespeist - ohne Kleinwasserkraft. Mit dem schnell gewachsenen Ökostrom-Anteil sind auch die Kosten gestiegen, da Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne finanzielle Unterstützung derzeit noch nicht rentabel ist.

Laut Regulierungsbehörde liegen die Erzeugungskosten durchschnittlich drei bis vier Mal über den üblichen Verbraucher-Strompreisen. Am günstigsten ist dabei die Kleinwasserkraft, die das 1,5fache des üblichen Preises kostet, am teuersten die Photovoltaik, deren Kosten 20-mal so hoch sind. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 9.9.2003)

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