SARS- Fall in Singapur möglicherweise ein Einzelfall

12. September 2003, 23:13
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Labortechniker hat sich bei der Arbeit am Virus angesteckt - 25 Kontaktpersonen bleiben weiterhin in Quarantäne

Singapur - Der neue Sars-Kranke in Singapur hat sich nach Angaben der Behörden in einem staatlichen Labor angesteckt, in dem der Erreger des Schweren Akuten Atemwegsyndroms (SARS) zu Forschungszwecken gezüchtet wurde. "Es ist ein Einzelfall, der Virus wurde nicht von einer Person übertragen", sagte Gesundheitsstaatssekretär Balji Sadasivan am Mittwoch. Folglich sei kein neuer Ausbruch zu befürchten.

Am Dienstag hatten die Behörden in Singapur bestätigt, dass ein 27 Jahre alter Labortechniker an Sars erkrankt sei - vier Monate nach dem erklärten Ende der Lungenepidemie in dem südostasiatischen Stadtstaat. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte indes mit, es seien weitere Untersuchungen nötig, um die Diagnose zu bestätigen. Zu diesem Zweck wurden am Mittwoch Blutproben in die USA geschickt. Bisher haben zwei Tests in Singapur den Sars-Verdacht erhärtet.

Labore wurden geschlossen

Der 27-jährige Wissenschaftler arbeitete in zwei staatlichen Labors, in denen der Sars-Erreger untersucht wurde. Bei dem Besuch einer der beiden Einrichtungen des Umweltamtes am 23. August sei es vermutlich zur Ansteckung gekommen, sagte Sadasivan. Beide Labore wurden geschlossen und 25 Kontaktpersonen des Infizierten unter häusliche Quarantäne gestellt. Der erkrankte Mann befand sich am Mittwoch weiter auf dem Weg er Besserung.

Der bis dahin letzte Sars-Fall in Singapur wurde Anfang Mai registriert. Der Lungenkrankheit fielen dort 33 Menschen zum Opfer, 238 erkrankten. Weltweit kostete die Epidemie vor einigen Monaten etwa 900 Menschen das Leben. Infiziert hatten sich mehr als 8.400. Anfang Juli erklärte die WHO, die Epidemie sei unter Kontrolle.(APA/dpa)

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