Spencer Tunicks Aktfotos erregen Portugals Priester

15. September 2003, 18:00
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Fotograf macht nächste Woche mit "Nude Adrift" in Porto Station - Katholischer Geistlicher: "Alles muss eine Grenze haben"

Lissabon - Ein geplantes Aktfoto des US-Künstlers Spencer Tunick mit 300 Nackten hat die katholische Geistlichkeit einer portugiesischen Stadt auf den Plan gerufen. Tunicks Fotos hätten "nichts mit Kunst zu tun", erboste sich Priester Eleuterio Pais aus Santa Maria da Feira gegenüber der Zeitung "Jornal de Noticias" vom Montag. "Alles muss eine Grenze haben. Vor ein paar Jahren war es noch eine Straftat, sich nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen."

Tunick mobilisierte im Juni in Barcelona 7.000 Nackte für ein Foto

Der New Yorker Fotograf Tunick macht am kommenden Samstag im Rahmen seiner Tour "Nude Adrift" in der nahe Porto gelegenen Stadt Station. Er hatte bereits in zahlreichen Städten der Welt riesige Gruppenfotos mit Nackten gemacht. Im Juni hatte er in Barcelona fast 7000 Teilnehmer für das größte Nacktfoto der Welt mobilisiert. Im Oktober 1999 hatte Tunick eines frühen Morgens 300 "Unverfrorene" auch vor dem Wiener Museumsquartier fotografiert. (APA)

Tipp

Am Dienstag (10.9.2003) gibt es zur "Freiheit der Kunst" eine Verantstaltung im Depot. Anwalt Michael Pilz referiert über Rechtsprobleme im Kulturbereich, insbesondere über den Artikel 17a des Grundgesetzes. (kafe)

Depot
Breite Gasse 3, 1070 Wien

  • Bild nicht mehr verfügbar

    8. Juni 2003, Barcelona: 7.000 Nackte posieren für den New Yorker Künstler Spencer Tunick.

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