USA kritisieren Israels Strategie "gezielter Tötungen"

9. September 2003, 07:13
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Powell: Bei Angriffen verletzte Kinder könnten "später für die Hamas töten"

Washington - Die USA haben Israels Strategie der "gezielten Tötung" radikaler Palästinenser erneut scharf kritisiert. "Wir waren immer gegen diese Politik", sagte US-Außenminister Colin Powell am Sonntag dem US-Sender ABC. Die USA hätten Israel vor den langfristigen Folgen gewarnt, sollte es mit dieser Art der "Selbstverteidigung" fortfahren. Bei der Tötung eines Hamas-Führers könnten zahlreiche Kinder verletzt werden, "die aufwachsen, um später für die Hamas zu töten", sagte Powell.

Powell warf dem Palästinenserparlament und Präsident Yasser Arafat vor, dem zurückgetretenen Regierungschef Mahmud Abbas die nötigen Vollmachten verweigert zu haben, um die radikale Hamas-Organisation wirksam zu bekämpfen. "Das muss geändert werden, sonst können wir keinen Fortschritt machen." Der von den USA unterstützte Abbas hatte im Streit um die Kontrolle über die palästinensischen Sicherheitsdienste am Samstag seinen Rücktritt eingereicht. (APA)

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