Konsumstress bei Verbrauchern wächst

11. September 2003, 15:16
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Arbeiterkammer fordert bessere Kundeninformation

Wien - Die Arbeiterkammer liest aus ihrer jüngsten Konsumentenstudie heraus, dass die Mehrheit der Verbraucher durch Konsum nicht glücklicher wird, wie das Ö1-Radio berichtet. Vielmehr sehen sich viele gezwungen, mit dem allgemeinen Konsumdrang mithalten zu müssen.

Große Probleme haben Österreichs Konsumenten im Umgang mit der Privatisierung von ehemals gemeinwirtschaftlichen Infrastrukturleistungen (etwa Strom). Abgesehen vom Telefon nutzt man auch wenig das größere Angebot. Die meisten Verbraucher blicken schon durch die Tarifstrukturen und die unterschiedlichen Geschäftsbedingungen kaum durch, resümiert die Arbeiterkammer. Sie fordert den Gesetzgeber daher zu ordnungspolitischen Maßnahmen auf, die mehr Transparenz in den Tarifdschungel bei Strom und Telefon bringen könnten.

Kritisiert wird auch, dass es die Verbraucher ausgesprochen schwer haben, das soziale Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen bei ihren täglichen Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Laut einer Befragung des Vereins für Konsumenteninformation wünschen die Kunden nämlich nicht nur hohe Produktqualität, sondern auch Faktoren wie den Verzicht auf Kinderarbeit oder auch die Umweltfreundlichkeit. (red, Der Standard, Printausgabe, 08.09.2003)

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