Basketball-EM: Litauen am Gipfel

18. September 2003, 12:23
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Die Balten gewannen das Endspiel gegen Spanien 93:84 und gewannen nach einer Pause von 67 Jahren ihren dritten Titel

Stockholm - Zum dritten Mal nach 1937 und 1939 hat sich Litauen am Sonntagabend in souveräner Manier den Titel eines Basketball-Europameisters geholt. Der Olympia-Dritte aus dem rund dreieinhalb Millionen Einwohner zählenden Land schlug im spannenden Finale der 33. EM in Stockholmer "Globen" Spanien 93:84 (40:31). Die Balten traten damit die Nachfolge des von ihnen höchstselbst bereits im Viertelfinale eliminierten Titelverteidigers Serbien und Montenegro an.

Beste Werfer der Litauer waren vor 13.102 Zuschauern - darunter 4.500 begeisterte litauische Fans - der überragende Arvidas Macijauskas (21), Eurelijus Zukauskas (18), Sarunas Jasikevicius (10) und Darius Songaila (10). Bei Spanien reichten auch die 36 Punkte des 2,14 Meter großen Pau Gasol, NBA-Profi bei den Memphis Grizzlies, nicht zum ersehnten ersten EM-Titel. Die Spanier scheiterten schon zum vierten Mal in einem EM-Finale.

Italien Dritter

Beide Finalisten waren schon vor dem Endspiel ebenso für das olympische Basketball-Turnier von Athen 2004 qualifiziert wie Gastgeber Griechenland und Weltmeister Serbien und Montenegro. Das dritte Olympia-Ticket dieser EM löste Italien durch den 69:67-Sieg im "kleinen Finale" gegen Frankreich. Die Franzosen sind damit ebenso für die nächste EM 2005 in Serbien und Montenegro qualifiziert wie Griechenland, das sich im Spiel um Platz 5 mit 72:64 gegen den enttäuschenden Titelverteidiger Serbien und Montenegro durchsetzte. (APA/dpa)

Finale:

  • Litauen - Spanien 93:84 (40:31)

  • Spiel um Platz 3:
    Italien - Frankreich 69:67 (39:27)
  • Um Platz 5:
    Griechenland - Serbien-Montenegro 72:64 (37:25)
  • Um Platz 7:
    Israel - Russland 89:82 (36:36)

    Halbfinale:

  • Litauen - Frankreich 74:70 (45:37)
  • Spanien - Italien 81:79 (38:44)

    Viertelfinale:

  • Litauen - Serbien-Montenegro 98:82
  • Frankreich - Russland 76:69
  • Spanien - Israel 78:64
  • Italien - Griechenland 62:59

    Ergebnisse im Überblick:

    Gruppe A:

  • Slowenien Italien 77:67
  • Frankreich Bosnien-Herzegowina 98:76
  • Slowenien Bosnien-Herzegowina 73:62
  • Frankreich Italien 85:52
  • Frankreich Slowenien 88:82
  • Italien Bosnien-Herzegowina 80:72

    1. Frankreich  3 3 0 271:210 6 
    2. Slowenien   3 2 1 232:217 4 
    3. Italien     3 1 2 199:234 2 
    4. Bosnien-H.  3 0 3 210:251 0 
    

    Gruppe B:

  • Deutschland Israel 86:81
  • Litauen Lettland 92:91 n.V.
  • Deutschland Lettland 94:86
  • Litauen Israel 94:62
  • Litauen Deutschland 93:71
  • Israel Lettland 91:75

    1. Litauen     3 3 0 279:224 6 
    2. Deutschland 3 2 1 251:260 4 
    3. Israel      3 1 2 234:255 2 
    4. Lettland    3 0 3 252:277 0 
    

    Gruppe C:

  • Russland Serbien-Montenegro 95:80
  • Spanien Schweden 99:52
  • Spanien Russland 89:77
  • Schweden Serbien-Montenegro 68:78
  • Spanien Serbien-Montenegro 75:67
  • Russland Schweden 92:71

    1. Spanien      3 3 0 263:196 6 
    2. Russland     3 2 1 264:240 4 
    3. Serbien-M.   3 1 2 225:238 2 
    4. Schweden     3 0 3 191:269 0 
    

    Gruppe D:

  • Türkei Ukraine 77:69
  • Griechenland Kroatien 77:76
  • Kroatien Ukraine 93:71
  • Griechenland Türkei 75:70
  • Griechenland Ukraine 79:73
  • Türkei Kroatien 75:72

    1. Griechenland 3 3 0 231:219 6 
    2. Türkei       3 2 1 222:216 4 
    3. Kroatien     3 1 2 241:223 2 
    4. Ukraine      3 0 3 213:249 0 
    

    Qualifikation für das Viertelfinale:

  • Russland - Kroatien 81:77
  • Serbien-Montenegro - Türkei 80:76
  • Israel - Slowenien 78:76
  • Italien - Deutschland 86:84
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      Für Spaniens Felipe Reyes (li) gab's keinen Weg vorbei an Litauens Saulius Stombergas.

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      Litauens Spieler und Fans im Freudentaumel

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      Enttäuschung bei Spaniens Star Pau Gasol

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