Erstmals in Österreich: Kostenloses "Cyber-Wandern" im Mühlviertel

16. September 2003, 14:35
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GPS-Touren als neueste Touristenattraktion

Die heimische Flora und Fauna im oberösterreichischen Mühlviertel auf den zahlreichen Wanderwegen zu erkunden - ein meist unvergesslicher Naturgenuss, der jetzt durch ein innovatives Projekt der Gemeinde Aigen Schlägl (Bez. Rohrbach) noch attraktiver gestaltet wurde. Der dort ansässige Tourismusverband bietet - nach eigenen Angaben - Österreichs erstes "Cyber-Wandern" mit kostenlosen GPS-Touren für Wanderer, Jogger und Radfahrer an.

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Damit dürfte die Zeit jener Ausflügler oder Sportler, die in den dichten Wäldern des oberen Mühlviertels unfreiwillig herumirren und nach Wandermarkierungen suchen, wohl vorbei sein. Jeder Interessent hat ab sofort die Möglichkeit seinen Ausflug übers Internet zu planen. "Gemeinsam mit einer Werbeagentur haben wir einen GPS-Touren-Download entwickelt, angeboten werden verschiedene Rad- und Wandertouren aus der Region, die bei Bedarf direkt von der Homepage des Tourismusbüros auf ein GPS-Gerät geladen werden können", erklärte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Aigen/Schlägl, Reinhard Krapfl, im Gespräch mit der APA.

Der "lustige Wandersmann"

Der "lustige Wandersmann" hat entweder die Möglichkeit - wenn er ein eigenes GPS-Gerät besitzt - sich auf der Homepage selbst zu bedienen und seine Route "downzuloaden" oder sich direkt beim örtlichen Tourismusbüro ein Leihgerät zu nehmen und sich eine passende Wanderung, Joggingstrecke oder Ähnliches auszusuchen. "Die Tour wird auf das Gerät geladen, danach zeigt das GPS Navigationssystem automatisch den richtigen Weg an - jede Tour wird mit Fotos, Beschreibung, Dauer, Anfahrtsweg, Höhenprofil und Tourenprofil dokumentiert", erläuterte Krapfl.

Die leicht bedienbaren Geräte können sowohl von Tagestouristen, Urlaubern aber auch Einheimischen ausgeborgt werden. Angst, dass eines der teuren Leihgeräte plötzlich in die eigene Tasche eines Naturliebhabers "wandere" habe man nicht: "Bei der Vergabe der GPS-Geräte werden die Daten der modernen Wanderer aufgenommen, außerdem vertrauen wir auf die Ehrlichkeit der Touristen", so Krapfl. (APA)

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