"Die Infrastruktur zerfällt"

13. September 2003, 00:21
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Die US-Infrastruktur braucht Investitionen in Billionenhöhe, um Wirtschaft und Lebensqulität aufrecht zu erhalten

Washington - Nur wenige Wochen nach dem größten Stromausfall in der Geschichte der USA haben Experten am Donnerstag vor den Folgen weiterhin ausbleibender dringender Investitionen in die landesweit marode Infrastruktur gewarnt.

Die Kosten für ein Fünfjahresprogramm zur Sanierung von Straßen, des Trinkwassersystems bis hin zu den Schulen seien seit der letzten Schätzung vor zwei Jahren auf 1,6 Billionen Dollar (1,48 Billionen Euro) von damals 1,3 Billionen Dollar angewachsen, machte die American Societe of Civil Engineers (ASCE) am Donnerstag in Washington deutlich.

Versäumnisste

"Die Infrastruktur die für das Funktionieren unserer Wirtschaft und unserer Lebensqualität notwendig ist, zerfällt. Wir haben es versäumt, angesichts unserer wachsenden Bevölkerung in erforderliche Erweiterungen und Erneuerungen zu investieren, nicht zu sprechen von unseren wachsenden Bedürfnissen", sagte ASCE-Präsident Tom Jackson. Amerika riskiere gegenüber anderen Ländern zurückzufallen, warnte er.

Für den Stromausfall Mitte August, der Metropolen von New York über Detroit und Cleveland bis hin zu den kanadischen Städten Ottawa und Toronto lahm gelegt hatte, machen Experten der Elektrizitätsbranche eine veraltete Infrastruktur verantwortlich. Die Chancen für eine rasche Behebung der Mängel sind allerdings gering, da die US-Regierung angesichts eines erwarteten Defizits in dem am 1. Oktober beginnenden Haushaltsjahr 2004 von rund 480 Mrd. Dollar sparen muss. Zudem stecken die US-Bundesstaaten in der tiefsten Haushaltskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. (APA/Reuters)

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    Auch offene Tankstellen waren beim großen Blackout eine Rarität

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