Illegale Handelsmethoden bei US-Fonds

17. September 2003, 19:10
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Hedge- und Investment-Fonds im Visier des Staatsanwalts - Anbieter soll bereits 30 Millionen an illegalen Gewinnen zurückgezahlt haben

New York - Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hat nach eigenen Angaben weit verbreitete illegale Handelsmethoden unter Hedge Fonds und Investmentfonds aufgedeckt. Dies berichtete die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg" am Mittwoch. Spitzer dränge auf eine Untersuchung der Investmentfonds. Hedge Fonds sind wenig regulierte private Partnerschaften für reiche Personen und Institutionen.

Der New Yorker Hedge Fonds Canary Capital Partners LLC, sein Hauptvertreter Edward J. Stern sowie zwei verwandte Institutionen haben sich laut "Bloomberg" zur Erstattung von 30 Mio. Dollar (27,7 Mio Euro) an illegalen Gewinnen bereit erklärt. "Einige Unternehmen und Individuen haben die Gelegenheit gehabt, das System zu manipulieren", rügte Spitzer.

Spezielle Handelsmöglichkeiten

Die Fondsfirmen, darunter Bank of America Corp., Bank One Corp., Janus Capital Group Inc. und Strong Capital Management Inc. hätten Canary spezielle Handelsmöglichkeiten geboten. Im Gegenzug habe sich Canary bereit erklärt, in ihre Fonds zu investieren, berichtete die Wirtschaftsagentur.

Die Methoden von Hedge Fonds sind umstritten. Berüchtigt wurden die Risikofonds durch Finanzjongleur George Soros, der mit seinen Spekulationen das britische Pfund an die Wand drückte. 1998 ging zudem der Long-Term Capital Management Fonds (LTCM) fast pleite und drohte, die Weltmärkte mitzureißen. Internationale Banken retteten den Hedge Fonds mit einem Milliarden-Hilfspaket. (APA/dpa)

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    Hedge- und Investmentfonds im Blickpunkt der US-Staatsanwaltschaft.

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