Musikindustrie sieht noch kein Ende der Talfahrt

11. September 2003, 12:16
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"Wir haben 13 Jahre verloren" - Hoffnung: Neuer Kopierschutz

Die deutsche Musikindustrie sieht derzeit noch kein Ende der Abwärtsentwicklung. "Wir haben die Talsohle noch nicht erreicht", sagte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, am Mittwoch auf der Funkausstellung IFA in Berlin. Die Branche werde in diesem Jahr einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro erzielen, ein Niveau wie 1990. "Wir haben 13 Jahre verloren", beschrieb er die Situation. Ein Grund sei das illegale Kopieren von Musiktiteln. In Ladenpreise hochgerechnet müsste der Umsatz der Branche eigentlich bei rund fünf Mrd. Euro liegen, erläuterte Gebhard.

"Jeder Tag ohne gesetzliche Regelung kostet extrem viel Geld."

Er forderte eine schnelle Verabschiedung des neuen Urheberrechts. "Jeder Tag ohne gesetzliche Regelung kostet extrem viel Geld." Das Gesetz sei notwendig zum Schutz vor dem illegalen Überspielen von Musik. Dann werde es unter anderem verboten sein, Kopierschutz zu knacken. Für einen besseren Kopierschutz will die Musikbranche den Dialog mit den Geräteherstellern verbessern.

Hoffnungen

Als Wachstumsmarkt sieht Gebhardt in einigen Jahren kostenpflichtige Musikangebote im Internet, auch wenn sie der CD nicht den Rang ablaufen würden. Das Herunterladen von Musik könne aber zwischen 20 und 30 Prozent des Umsatzes bringen. Erfreulich nannte der Musikmanager die Entwicklung der DVD. In diesem Jahr würden etwa sechs Mio. DVD mit Musiktiteln verkauft werden. (APA)

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