SmartKey als Turbo für Tastatur-Arbeiter

9. September 2003, 11:12
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Textbausteine, Zwischenablage und Makros verwalten

Textbausteine nehmen viel Tipparbeit ab. So reicht es aus, die drei Buchstaben "mfg" zu tippen, damit die Textverarbeitung den Brief "mit freundlichen Grüßen" abschließt. Leider können Textbausteine nur für ein bestimmtes Programm wie etwa Microsoft Word eingerichtet werden. Eine software-unabhängige Lösung bietet das clevere Programm SmartKey der Konstanzer Softwarefirma combit, das sich ins Betriebssystem einklinkt.

Selbst ablaufende Routine

Mit der Verbindung von Textbausteinen und Makros in der neuen Version 3.0 ist es etwa möglich, das Login-Formular einer bestimmten Web-Seite auszufüllen. SmartKey achtet auf den Titel des Windows-Fensters. Wenn der Browser den Titel einer bestimmten Web-Seite anzeigt, kann mit einer einzigen Tastenkombination das für diese Seite festgelegte Makro gestartet werden: In einer selbst ablaufenden Routine trägt das System den Login-Namen ein, springt mit der Tabulator-Taste automatisch ins Password-Feld und trägt dort das Passwort ein. Schließlich wird noch die Enter-Taste betätigt, womit die Daten an den Web-Server geschickt werden.

Erstellt wird ein solches SmartKey-Makro ganz einfach mit Hilfe einer Aufnahmefunktion: Die Software zeichnet alle Tastatureingaben auf und speichert sie ab. Reine Titelmakros reagieren nicht auf eine Tastenkombination, sondern werden ausgelöst, sobald ein Fenster mit dem festgelegten Titel aktiviert wird.

In einzelnen Sets speichern

Textbausteine und Makros lassen sich für unterschiedliche Aufgaben in einzelnen Sets speichern. Die einzelnen Bausteine lassen sich in der Art eines Dateimanagers bequem anzeigen, ändern, ergänzen und löschen. Eine Rechtschreibprüfung achtet darauf, dass es nicht zu Fehlern kommt - die dann bei der Verwendung des falsch geschriebenen Textbausteins immer wieder auftreten würden.

Eine zusätzliche Möglichkeit der Einsparung von Tipparbeit bietet ein "Clipboard Manager", der bis zu 30 Elemente der Zwischenablage festhält. Ein kleines Fenster zeigt an, welches Programm zu welcher Zeit etwas in die Zwischenablage gelegt hat. Der Inhalt erscheint als Tooltipp, wenn man die Maus über einem einzelnen Eintrag platziert. Inhalte der Zwischenablage lassen sich ebenfalls als Textbaustein speichern - das muss dann nicht unbedingt ein Text, sondern kann auch eine Grafik sein wie etwa die eingescannte Unterschrift oder das Firmenlogo.

Ersparnis

Die Entwickler vom Bodensee waren so stolz auf ihre Arbeit, dass sie dem SmartKey eine Statistik-Funktion verpassten: Diese zählt alle Anschläge und zeigt die Ersparnis auf Grund der Nutzung von Textbausteinen an.

Für die professionelle Nutzung bietet sich der Einsatz von SmartKey in zentral verwalteten Firmennetzen an - hierbei können die Mitarbeiter auf einen allgemeinen Satz von Textbausteinen zugreifen und außerdem auch ihre persönliche Bibliothek anlegen.

Verschlüsselung folgt

Bei der Weiterentwicklung sollte vielleicht auch an eine integrierte Verschlüsselung der Daten gedacht werden. Wenn SmartKey die Zugangsdaten für bestimmte Web-Sites speichert, so werden diese als Klartext festgehalten - auch für neugierige Augen, die diese Einträge nicht unbedingt sehen sollten.

SmartKey läuft auf jedem PC mit Windows (ab 95). Die Standardversion kostet 45 Euro, die Professional-Version mit erweiterten Skripting-Möglichkeiten (VBScript und JScript) wird für etwa 80 Euro vertrieben. Eine kostenlose Testversion mit einer auf 30 Tage begrenzten Nutzung kann im Internet heruntergeladen werden.(APA/AP)

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combit

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