Warnung vor dem Einsatz von Microsoft-Software

9. September 2003, 11:09
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Industriezusammenschluss appelliert an das US-Heimatschutzministerium, aus Sicherheitsgründen auf Programme vom Softwareriesen zu verzichten

In einem offenen Brief appelliert die Computer and Communications Industry Association (CCIA) an das US-Heimatschutzministerium auf den Einsatz von Microsoft Produkten zu verzichten. Es gebe regelmäßig "substantielle" Sicherheitsprobleme mit den Programmen des Softwareriesen, so wird auch auf die Folge von Wurm-Attacken, die in jüngster Zeit unter anderem das Sicherheitssystem eines Atomkraftwerk und Air Canada lahm gelegt haben.

Von Grund auf

Dabei handle es sich allerdings nicht um einmalige Schwierigkeiten, sondern um notorische Probleme in der Herangehensweise an die Softwareentwicklung. Software, die in kritische Bereichen eingesetzt werde, müsse von Grund auf auf Sicherheit ausgerichtet sein, diese Einstellung sei bei Microsoft allerdings nicht zu erkennen, ganz im Gegenteil habe das Marketing und der – nicht immer sauber geführte – Kampf um Marktanteile immer Vorrang gehabt.

Mono

Zusätzlich sei die Monokultur, die sich durch den ausschließlichen Einsatz von Microsoft-Software ergebe, prinzipiell gefährlich, da alle Systeme von einem Angriff betroffen wären. Leider behindere aber der Softwarekonzern auch die Interoperabilität mit anderen Produkten aktiv, was einen Mischbetrieb erschwere.

Hintergrund

Die CCIA ist ein seit 30 Jahren existierender Zusammenschluss aus zahlreichen großen und kleinen IT-Firmen, darunter so illustre Namen wie AOL, Kodak, Novell, Nokia und Fujitsu. (apo)

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