Jungmanager sind besser als ihr Ruf

1. April 2004, 19:48
3 Postings

Arbeitsbelastung steigt - Gehalt nicht wichtig

Die Jungmanager von morgen sind besser als ihr Ruf. Geld sei "nicht das Wichtigste", und ein "harmonischer Arbeitsplatz" - etwa mit Grünpflanzen auf dem Schreibtisch - stehe ganz oben auf ihrer Wunschliste. Das besagt eine Studie der Kienbaum Executive Consultants, die rund 150 ausgewählte High Potentials im Alter zwischen 22 und 35 Jahren befragt haben.

Während sich Europas Politiker und Industrielle um die wirtschaftliche Zukunft ernsthafte Sorgen machen, blicken Jungmanager zuversichtlich nach vorne. Das bestätigten gleich 84 Prozent der Young Professionals.

Bescheiden beim Gehalt

Ganz im Trend sind die ungewöhnlich optimistischen Jungmanager dagegen in puncto Gehalt: Da geben sich die Damen und Herren bescheiden. Auf die Frage nach ihren persönlichen Wertvorstellungen räumten sie einem hohen Lebensstandard eine eher untergeordnete Rolle ein. Wichtigstes Auswahlkriterium für eine Stelle sei nicht das "hohe Gehalt".

An erster Stelle der Wunschliste der Young Professionals rangieren viel mehr ein "gutes Arbeitsklima" und "klar erkennbare Karriereperspektiven". Das entspricht auch den vertretenen Werten. Die Priorität liegt dabei auf dem Ausgleich von Beruf und Familie. Der Wunsch nach unabhängiger Arbeit liegt nur knapp vor dem Punkt "Das Leben genießen".

Über mangelnde Motivation können sich Arbeitgeber nicht beklagen, denn die Arbeitsbelastung der Young Professionals ist hoch: 35 Prozent arbeiten bereits 45 bis 55 Stunden pro Woche. Knapp sieben Prozent der Befragten kommen sogar auf über 75 Stunden pro Woche - eine Arbeitsbelastung, die eigentlich einer zweiten Vollzeitkraft entspricht. (DER STANDARD Printausgabe, 30./31.8.2003, gro)

Share if you care.