Die Zahlen sprechen für sich

30. August 2003, 15:46
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Die Festspiele resümieren zufrieden und melden Wünsche an

Salzburg - In einer gleichsam ausverkauften Pressekonferenz bezeichneten die Festspiele das rechnerische Resultat der zu Ende gehenden Saison als "prächtige Ernte", als "Rekordergebnis" überhaupt.

Der Kartenverkauf erbrachte Einnahmen von 23,8 Millionen Euro, 1,2 Millionen mehr als in den Spitzenjahren 1996 und 2001. Die Aufführungen samt Generalproben besuchten in diesem Sommer 243.820 Einheimische und Gäste - unter ihnen Kulturliebende aus 63 verschiedenen Ländern, mit den deutschen Gästen vorneweg.

Stolz verweist man auf den Umstand, dass man das Angebot für Jugendliche entschieden ausgeweitet habe. Allein für reguläre Vorstellungen wurden 3920 Karten zu ermäßigten Preisen ausgegeben. Die Einnahmen 2003 belaufen sich auf rund 23,5 Millionen Euro, die Auslastung betrug 94,4 Prozent.

Wie die Geschäftsleitung bestätigt, wird die AUA nicht mehr als Hauptsponsor agieren. Man wünscht sich aber eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf einer etwas niedrigeren Ebene. Hingegen hat der Hauptsponsor Audi bereits seinen Vertrag bis 2007 verlängert.

Was die ausstehenden Gelder des Privatsponsors Alberto Vilar angeht, wünscht man sich dessen Gesundheit und natürlich jene markanten Beträge, die diesem aufgrund der allgemeinen Wirtschaft- und Börsensituation vorderhand ausgegangen sind.

Ein weiterer Wunsch wurde laut, als Schauspielchef Jürgen Flimm (seine Streitereien mit Intendant Peter Ruzicka wollte er im Rückblick nur als Hitzeschaden gedeutet wissen) über die Bedrohung der Spielstätte auf der Halleiner Perner-Insel Klage führte.

Man solle jene Sägen wieder einpacken, mit denen diese Stätte abgesägt zu werden droht, meinte der stets heitere, zunehmend flapsige Theatermann, der im kommenden Jahr mit drei jungen Regisseuren für Neugier sorgt: Falk Richter (Tschechows Möwe), Elmar Goerden (O'Neills Eines langes Tages Reise in der Nacht) und Sebastian Nübling (Marlowes Edward II in der Brecht-Bearbeitung).

Was die Oper anbelangt, versprach Peter Ruzicka übrigens die Wiederaufnahme der so umfehdeten Entführung im kommenden Jahr. (cos/DER STANDARD; Printausgabe, 30.08.2003)

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