Hilfe für Entwicklungsländer erneut verzögert

29. August 2003, 13:02
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WTO blockiert Zugriff auf billige Medikamente

London - Die Welthandelsorganisation WTO sorgt erneut für Zeitverzögerungen bei der Entscheidung über die Lieferung billiger Medikamente für Länder der Dritten Welt. Das berichtet BBC-Online am Freitag. Für viele Entwicklungsländer sind die Medikamente lebensnotwendig, da sie die Killerkrankheiten ausrotten sollen. Die WTO-Mitgliedsstaaten hatten dem Deal, der bereits vor mehr als zwei Jahren hätte zustande kommen sollen, bereits zugestimmt.

Knapp vor dem Unterzeichnen des Vertrages gab die WTO bekannt, dass weitere Untersuchungen folgen müssen, meinte WTO-Sprecher Keith Rockwell. Am 27. August war eine prinzipielle Einigung zwischen den USA, Brasilien, Indien, Südafrika und Kenia in Genf erfolgt. Einen Tag später stimmten die 141 WTO-Mitgliedsstaaten zu. Im Prinzip geht es darum, dass die Entwicklungsländer Zugriff auf billige Medikamente haben. Viele dieser Präparate sind patentiert, daher können sie ohne Zustimmung der Hersteller nicht nachgemacht werden. Nach Drängen verschiedener NP-Organisationen hatte die WTO zugestimmt, dass gewisse Medikamente nachgemacht werden dürfen. Im Dezember 2002 hatten die USA den Deal blockiert. Die Angst, dass die billigen Medikamente den Wettbewerb verzerren oder über Umwege in reiche Länder gelangen könnten, hatten das Abkommen offensichtlich behindert. (pte)

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