Umfrage: "Unehrliche Regierung"

31. August 2003, 17:08
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Kelly-Affäre lässt Vertrauen in Blair-Regierung auf 22 Prozent sinken

London - Nur 22 Prozent der Briten halten die Labour-Regierung von Premierminister Tony Blair nach den Turbulenzen der Kelly-Affäre noch für "ehrlich und glaubwürdig". Im Vergleich dazu hatten vor den letzten Unterhauswahlen im Juni 2001 noch 56 Prozent der Befragten ihr volles Vertrauen in Blair bekundet, hieß es in der am Freitag im konservativen "Daily Telegraph" veröffentlichten "YouGov"-Umfrage.

47 Prozent der 2300 Befragten gaben an, ihr Vertrauen in Blair persönlich habe unter dem Kelly-Skandal gelitten. Nur noch 44 Prozent halten den Premierminister für "kompetent", im Vergleich zu 90 Prozent im Jahr 1998.

Als interessant wird in der "Telegraph"-Analyse die Tatsache bewertet, dass die konservative Oppositionspartei von dem Vertrauensverlust der Regierung offenbar nicht profitiert. 30 Prozent der Befragten halten Blair immer noch für den besseren Regierungschef. Nur 19 Prozent würden den Konservativen Iain Duncan Smith lieber in der Rolle sehen. Die "Telegraph"-Analyse führt dies darauf zurück, dass Blair trotz allem als eine "starke Führungsperson" angesehen wird. (APA/dpa)

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