Tiroler Grüne starten Wahlkampf

31. August 2003, 16:31
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Unter dem Motto: "Tirol bricht auf" soll die schwarze Übermacht gebrochen werden

Innsbruck - Unter dem Motto "Tirol bricht auf" haben die Tiroler Grünen am Donnerstagabend in Innsbruck den Wahlkampf gegen die "schwarze Übermacht" und das "Schreckgespenst (Landeshauptmann Herwig/V) Van Staa" gestartet. Die Veranstaltung, an der auch Bundessprecher Alexander Van der Bellen, Gesundheitssprecher Kurt Grünewald und Verkehrssprecherin Eva Lichtenberger teilnahmen, wurde von Regen unterbrochen.

Spitzenkandidat und Klubobmann LAbg. Georg Willi zeigte sich in seiner kurzen Rede erfreut über den Regen. Damit könne Tirol wieder aufblühen. "Brechen wir gemeinsam auf, in ein blühendes grünes Tirol". Van der Bellen unterstrich: "Das beste an den Schwarzen ist, dass Regenwolken auch schwarz sind." Er warnte vor der "schwarzen Übermacht". In der Stadt Wien gebe es die "rote Übermacht". "Wenn es in Tirol so weiter geht, dann wird das hier die ÖVP sein".

LAbg. Maria Scheiber sprach sich gegen das Land als Handelsware aus. Sie könne nicht akzeptieren, dass es gegen die Vernunft verkauft werde. Dennoch käme von den Grünen ein "klares Ja zum Tourismus" - "aber ein Tourismus mit Qualität und fairen Arbeitsbedingungen". Für das, was für Van Staa spreche, müsse sie eine Schweigeminute einlegen, betonte Scheiber.

Sozialsprecherin Elisabeth Wiesmüller kritisierte, dass Van Staa ohne Rücksicht auf die sozial Schwächeren das Sozialhilfegesetz geändert habe. Dabei werde den Menschen das Geld genommen, "die es am dringendsten brauchen". Ihr Großvater sei Slowene gewesen, also sei sie auch eine Zuwandererin. "Van Staa überholt in manchem Haider", sagte Scheiber.

Auf den Generationenstreit ging die für Jugend zuständige Kandidatin Eva Konrad ein. "Es ist eine unzulässige Einmischung der Bildungsministerin Gehrer in den privaten Bereich". Sie solle Rahmenbedingungen schaffen, damit man Kinder kriegen könne. Am Landeshauptmann kritisierte Konrad, dass er "oft und gerne von seiner Zeit in der Hochschülerschaft geredet" habe. Man habe viele Probleme an ihn heran getragen. Es sei aber nichts weiteres passiert.

Der Osttiroler Spitzenkanditat Sepp Brugger und die Innsbrucker Stadträtin Uschi Schwarzl mussten wegen des schlechten Wetters auf ihren Beitrag verzichten. Als Moderator der Wahlkampfveranstaltung fungierte Sicherheitssprecher Peter Pilz. (APA)

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