Haubner kritisiert Leitl

29. August 2003, 11:08
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Familienstaatssekretärin: Konsumausgaben von Familien mit Kindern höher als bei Familien ohne Kinder

Wien - Gerade Familien mit Kindern würden einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft darstellen, betont Familienstaatssekretärin Ursula Haubner (F). Sie warf Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl vor, "ständig herum zu nörgeln" anstatt konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung im Sinn Österreichs mitzuarbeiten. Durch den Ausbau von betriebsnaher Kinderbetreuung und der Verbesserung der Teilzeitarbeitsmöglichkeiten werde auch für Frauen die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf verbessert.

Leitl hatte zuvor erklärt, die Wirtschaft werde keine zusätzlichen Mittel für die Familienpolitik zur Verfügung stellen.

Wirtschaftsimpulse von Familien mit Kindern

Haubner verwies darauf, dass die Zahl der Kinderbetreuungsgeldbezieher im Juli einen neuen Rekordwert erreicht habe. Laut der erst kürzlich veröffentlichten Kinderkostenstudie liege die Konsumausgabe von Familien mit Kindern bei 99 Prozent, bei jenen ohne Kinder dagegen nur bei 96 Prozent. "Das bedeutet, dass gerade Familien mit Kindern einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft darstellten".

Familienfreundliche Wirtschaftspolitik betreiben

Das Interesse der Wirtschaft sollte nicht in den Bereichen positive Bilanzen und Gewinnmaximierung enden. Das wichtigste Kapital der Wirtschaft sei das "Humankapital", daher sollte größter Wert auf zufriedene und leistungsorientierte MitarbeiterInnen gelegt werden. Das Aufwachsen in einer glücklichen Familie spiele dabei eine sehr wichtige Rolle, denn der familiäre Rückhalt habe auch entscheidenden Einfluss auf die Arbeitsleistung. Aus diesem Grund sollte es auch im Interesse von Leitl liegen, eine familienfreundliche Wirtschaftspolitik zu betreiben. (APA)

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