Eine Million Israelis hat nicht mehr genug Geld fürs tägliche Brot

29. August 2003, 10:27
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Grund ist schwerste Rezession in der Geschichte des Landes

Jerusalem - Die schwerste Rezession in der 55-jährigen Geschichte des Landes hat in Israel zu einer schwerwiegenden Versorgungskrise geführt: Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Regierungsbericht haben rund eine Million Menschen inzwischen nicht einmal mehr genügend Geld für das tägliche Brot.

Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung hat laut der Untersuchung "enorme Schwierigkeiten, sich ausreichend zu ernähren". Demnach leiden rund 600.000 Israelis an "schweren Ernährungsproblemen". Rund 500.000 räumten ein, aus Geldmangel jeden Tag eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, 300.000 gaben an, deshalb bereits Gewicht verloren zu haben. Damit verbunden sind laut dem Bericht auch schwere gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Anämie oder schlechte Cholesterinwerte. Abgeordnete der Opposition forderten als Konsequenz eine Dringlichkeitsdebatte im Parlament.(APA/red)

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