Sanchez sieht keinen zusätzlichen Bedarf an US-Truppen im Irak

29. August 2003, 14:08
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US-Oberbefehlshaber: Mehr Geheimdienstinformationen und bessere Verbindung zu Irakern notwendig

Bagdad - Der Oberkommandierende der US-Bodentruppen im Irak, General Ricardo Sanchez, sieht keinen Bedarf für eine Stationierung zusätzlicher Truppen aus den Vereinigten Staaten im Irak. Um die Probleme vor Ort zu lösen, seien mehr Geheimdienstinformationen sowie eine bessere Verbindung zur irakischen Bevölkerung notwendig, sagte Sanchez am Donnerstag in Bagdad. Dringend gebraucht würden vor allem mehr irakische Sicherheitskräfte. Wenn man nur mehr US-Soldaten in den Irak entsenden würde, würden diese die gleiche Arbeit versehen wie die 130.000 Armeeangehörigen vor Ort, sagte Sanchez.

Der General bestritt, dass die US-Armee frühere Geheimdienstmitarbeiter des Regimes von Saddam Hussein rekrutiert hat. Er räumte aber ein, dass es Diskussionen darüber gebe.

Internationale Friedenstruppe unter US-Kommando "überlegenswert"

Sanchez nannte die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe unter US-Kommando eine überlegenswerte Initiative: "Wir begrüßen jeden, der der Koalition dabei hilft, Sicherheit und Stabilität für den Irak zu bringen". Derzeit unterstützten 29 Länder die alliierten Truppen.

Sanchez räumte ein, dass es weiterhin Sabotageakte gegen Öl-Pipelines und Energieanlagen gibt. Der Einsatz von Luftpatrouillen, alliierten Soldaten und der irakischen Ölpolizei sollte den Schaden mindern. Die Zahl der Sicherheitshäftlinge bezifferte Sanchez auf 1.000. Außerdem seien einige "ausländische Kämpfer" festgenommen worden. Weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen.(APA/dpa)

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