Erste Highlights

9. September 2003, 23:50
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Nach der Präsentation des neuen Werks von Woody Allen, folgt "Once upon a Time in Mexico" von Robert Rodriguez

Venedig - Mit einem feierlichen Galaabend und anschließender großer Party hat das 60. Filmfestival in Venedig begonnen. Unumstrittener Star des Abends war Woody Allen, der zum ersten Mal an den Lido kam und seine neuste Beziehungs-Komödie "Anything Else" vorstellte. Betont locker und leger erschien der Amerikaner, in Jacket und beiger Hose, an seiner Seite seine junge Frau und frühere Stieftochter Soon-Yi. Immer wieder plauderte er mit Journalisten und anderen Gästen.

In seinem neusten Film spielt Allen dagegen einen alternden jüdischen Künstler in New York, der sich verfolgt fühlt, bis an die Zähne bewaffnet und den Jüngeren kluge Ratschläge in Sachen Liebe und Beziehungskrisen gibt. Bei der Frage besorgter Filmexperten, ob die Terroranschläge des 11. September auch ihn selbst verändert hätten, winkt Allen allerdings ab. "Ich bin immer noch klein und ich bin immer noch jüdisch", versicherte er.

"Die Welt ist aber in einem sehr angespannten Zustand", meint Allen. "Jeder kann das fühlen." Kaum gebe es in den USA einen Stromausfall, "denken die meisten an Terror". Aber dennoch habe sich das Leben in seinem geliebten New York im Grunde nicht geändert - auch er selbst sei schließlich der Gleiche geblieben. "Der Film ist ja nur eine Erfindung."

"Once upon a Time in Mexico"

An heutigen Donnerstag wird in Venedig ein weiteres Highlight gezeigt: "Once upon a Time in Mexico", eine pralle Thrillerstory vor exotischem Hintergrund von Robert Rodriguez. Darin treten Stars wie Antonio Banderas, Salma Hayek, Johnny Depp und Willem Dafoe auf. Wie Allen tritt auch Rodriguez außer Konkurrenz an.

Unter den 20 Wettbewerbsfilmen ist "Rosenstraße" von Margarethe von Trotta, eine Geschichte über einen Aufstand von Frauen im Berlin der Nazizeit. Die 61-Jährige hatte 1981 den "Goldenen Löwen" gewonnen, damals mit dem Terroristendrama "Die bleierne Zeit". Diesmal wird der Goldene Löwe am 6. September verliehen. (APA)

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