USA lockern Bestimmungen zur Luftreinhaltung

28. August 2003, 14:07
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Washington - Zwei Wochen nach dem gigantischen Stromausfall in den USA hat die Regierung in Washington die Bestimmungen zur Luftreinhaltung für Energiekonzerne gelockert. Wie die zuständige Umweltbehörde EPA am Mittwoch in Washington bekanntgab, gilt die neue Regelung für rund 17.000 Kraftwerke, Raffinerien und Fabriken, die mit Kohle betrieben werden. Sie dürfen nun modernisiert werden, ohne zugleich kostspielige neue Kontrollanlagen zur Überwachung der Emissionen einbauen zu müssen.

Ziel sei es, die Stromversorgung in den USA zu verbessern. Umweltschützer und Vertreter von Gesundheitsorganisationen legten scharfen Protest ein und kündigten an, die Neuregelung vor Gericht verhindern zu wollen.

Lob und Kritik

Die Industrielobby begrüßte die Neuregelung, die in zehn Wochen in Kraft treten soll. "Die Amerikaner haben eine verlässliche Stromversorgung verdient", erklärte Thomas Kuhn, der Vorsitzende des Edison Electric Institute. Die EPA betonte, die Betreiber müssten nach wie vor geltende Emissionsbestimmungen einhalten.

Der Chef des Umweltschutzverbandes Sierra Club, Carl Pope, sagte hingegen, es sei völlig klar, dass die Luft nun mehr belastet werde. Die Bevölkerung werde stärker unter Asthma, saurem Regen und anderen Problemen infolge der Giftstoffe in der Luft zu leiden haben. (APA)

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