VA Tech verringerte Halbjahresverlust

28. August 2003, 14:33
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Periodenergebnis von minus 85,1 auf minus 23,4 Mio. Euro verbessert - Für Gesamtjahr 2003 positives Nettoergebnis erwartet

Wien - Der Linzer Anlagenbauer VA Tech hat im ersten Halbjahr 2003 bei einem leichten Umsatzrückgang den operativen Gewinn gesteigert, unter dem Strich aber Verluste - wenn auch deutlich geringere als im Vorjahr - geschrieben. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nach Ad hoc-Angaben von heute, Donnerstag, mit einer deutlichen Steigerung des Betriebsergebnisses (Ebit) und einem positiven Nettoergebnis. Auftragseingang und Umsatz des Jahres 2003 sollten in der Größenordnung des Vorjahres liegen.

Der Umsatz des börsenotierten Technologiekonzerns blieb in den ersten sechs Monaten mit 1,724 Mrd. Euro um 4 Prozent hinter der Vergleichswert des Vorjahres zurück. Das Ebit verbesserte sich dagegen von 20,1 auf 23,1 Mio. Euro. Laut VA Tech sind darin Restrukturierungskosten sowie positive Effekte aus der Reduktion von langfristig gebundenem Anlagevermögen (Sale and Leaseback Transaktion Metallurgietechnik mit einem realisierten Effekt von rund 11 Mio. Euro) enthalten.

Auftragseingang auf Vorjahresniveau

Das Finanzergebnis betrug minus 48,5 (nach minus 108,0) Mio. Euro. VA Tech begründet diese Verbesserung mit einer gestiegenen Liquidität, den niedrigeren Zinssätzen sowie dem Wegfall der Abschreibung der Beteiligung an der deutschen Babcock Borsig Power (44,4 Mio. Euro). Damit wies das Periodenergebnis im Halbjahr einen deutlich geringeren Fehlbetrag von minus 23,4 (nach minus 85,1) Mio. Euro aus.

Der Auftragseingang blieb mit 2,211 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Der Auftragsstand per 30. Juni 2003 belief sich auf 4,335 Mrd. Euro, er stieg zwar im Vergleich zum Jahresultimo 2002 um 9 Prozent, lag jedoch niedriger als vor einem Jahr.

Die Eigentümerstruktur der VA Tech setzt sich nach dem Mitte Mai erfolgten Erwerb des 19,05-Prozent-Anteils der voestalpine durch die Victory Industriebeteiligung AG des Industriellen Mirko Kovats sowie dem jüngsten Verkauf von 9 Prozent des ÖIAG-Anteils wie folgt zusammen: 19,05 Prozent Victory Industriebeteiligung AG, 15 Prozent ÖIAG, 64,28 Prozent Streubesitz. Die restlichen 1,67 Prozent werden von der VA Tech selbst im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms gehalten.(APA)

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