Blecha: "Junge und Alte sitzen in einem Boot"

28. August 2003, 18:07
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"Pensionsfinanzierung ist Verteilungsfrage"

Wien - Eine heftige Diskussion zum Thema Generationenkonflikt und Pensionsproblematik haben sich die Bundesobfrau der Jungen ÖVP, Silvia Fuhrmann, und Karl Blecha, Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes, in der Nacht auf Donnerstag in der ZiB 3 geliefert. Blecha betonte, angesichts wachsender Produktivität und wirtschaftlicher Zuwächse sei die Finanzierung der Pensionen eine Verteilungsfrage. Fuhrmann konterte, Blechas Argumentation gehe an der Realität vorbei und wies auf die unter der Regierung von Bruno Kreisky gemachten Schulden hin.

"Junge und Alte sitzen in einem Boot"

"Junge und Alte sitzen in einem Boot" meinte der frühere SPÖ-Innenminister zum Thema Generationenkonflikt. Wegen dieser Frage gehe ein Riss durch die ÖVP, nicht aber durch die Gesellschaft. Warum, fragte Blecha, könne ein reiches Land wie Österreich heute seine Pensionisten nicht wie in der Vergangenheit bezahlen. Und warum leiste man sich den Luxus, ältere Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben auszuschließen. Zugleich sprach sich Blecha für einen Solidarbeitrag von Beziehern von Höchstpensionen, aber gegen Eingriffe in bestehende Pensionen aus.

Zur von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) ausgelösten Debatte über das Kinderkriegen sagte Fuhrmann, heute wollten mehr Frauen selber Karriere machen und ihre Abhängigkeit von den Männern verringern. Sie wollten ihre Kinder später bekommen, um die Mutterrolle "perfekt" erfüllen zu können. Für die Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Pensionen machte sie vor allem das Schuldenmachen und die "sozialistische Freunderlwirtschaft" in der Vergangenheit verantwortlich. (APA)

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