Sechser-Gespräche fortgesetzt

28. August 2003, 17:45
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Antwort Pjöngjangs auf Grundsatzpositionen erwartet

Peking - Die Sechser-Gespräche über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms sind am Donnerstag in Peking fortgesetzt worden. Konferenzkreise hielten eine Antwort Nordkoreas auf die am Vortag vorgetragenen Grundsatzpositionen für möglich, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Die USA, Südkorea und Japan stimmten ihre Haltung in einer Sitzung vor Beginn des zweiten Gesprächstages ab.

Da Nordkoreas Delegation Teile der Eröffnungserklärung des US-Delegationschefs James Kelly am Vortag nicht verstanden hatte, kamen die Delegationen Nord- und Südkoreas am Mittwochabend zu einem erläuternden Treffen zusammen, wie ein südkoreanischer Sprecher nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Beide Seiten kamen überein, sich falls nötig wieder zu treffen.

Nordkorea hat nach südkoreanischen Berichten erneut bestritten, die Existenz eines geheimen Programms zur Urananreicherung eingestanden zu haben. Dies sei nur eine Behauptung der USA, zitierte Yonhap den nordkoreanischen Delegationschef Kim Yong Il unter Berufung auf einen Regierungsbeamten in Seoul.

Bei den dreitägigen Sechser-Gesprächen wollen die USA, China, Südkorea, Japan und Russland den isolierten stalinistischen Staat dazu bewegen, sein Atomprogramm einzustellen. Dafür werden Sicherheitsgarantien und Wirtschaftshilfe in Aussicht gestellt. Die Forderung Nordkoreas nach einem formellen Nicht-Angriffspakt lehnen die USA aber ab.

Die US-Delegation kam zwar am ersten Tag zu einem informellen Treffen mit der nordkoreanischen Delegation zusammen, schloss aber formelle bilaterale Gespräche, wie von Pjöngjang gefordert, für die Zukunft aus. Das berichtete die Sprecherin der US-Botschaft. (APA/dpa)

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