Serbisches Parlament lehnt Unabhängigkeit des Kosovos ab

28. August 2003, 19:00
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Deklaration einstimmig angenommen - Provinz soll weitgehende Autonomie erhalten

Belgrad - Das serbische Parlament hat eine Abspaltung der derzeit von den Vereinten Nationen verwalteten südserbischen Provinz Kosovo einstimmig abgelehnt. Auf Vorschlag der Regierung von Ministerpräsident Zoran Zivkovic stimmten 186 Abgeordnete am Mittwoch für eine Erklärung, die das Kosovo als untrennbaren Teil der Republik festschreibt und sich gegen einen unabhängigen Staat dort richtet. "Die Souveränität und territoriale Integrität Serbiens schließt das Kosovo trotz des derzeitigen internationalen Protektorats dort ein", heißt es in der Deklaration.

Die seit 1999 nach einem Krieg der NATO gegen Jugoslawien von der UN-Mission UNMIK verwaltete Provinz, in der mehrheitlich Albaner leben, soll demnach Teil Serbiens bleiben. Das Kosovo könne eine weit gehende Autonomie bekommen, heißt es in der Deklaration.

Zugleich erhoben führende Belgrader Politiker schwere Vorwürfe gegen die UNMIK, die mehr gegen die Verletzung von Menschenrechten und gegen Anschläge auf Minderheiten unternehmen müsse. Die Sicherheitslage in der Provinz hat sich in den vergangenen Wochen wieder deutlich verschlechtert. So wurde eine Serie von Angriffen auf Serben und UNMIK-Institutionen verübt. Dabei gab es Tote und Verletzte. (APA/dpa)

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