Börse-Chef Zapotocky sieht "hervorragenden Zeitpunkt" für Privatisierung

31. August 2003, 19:07
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Wiener Markt fasst laut Zapotozky heuer noch drei Milliarden Euro

Alpbach - Der Vorstand der Wiener Börse, Stefan Zapotocky, sieht in der geplanten vollständige Privatisierung der voestalpine über den Kapitalmarkt keinen Grund zur Sorge, dass der Stahlkonzern ins Ausland verkauft werden könnte. "Es gibt keinen Grund, vor der Transaktion Angst zu haben", sagte Zapotczky am Mittwoch am Rande der Wirtschaftsgespräche am Europäischen Forum Alpbach.

Die Wiener Börse habe immer diese Lösung vorgeschlagen. Wichtig sei dabei, dass man nun "von den Lippenbekenntnissen zur Tat schreitet". "Alle österreichischen Versicherungen, Pensionskassen, Fonds und Privatanleger, die die Betriebe im Land halten wollen", seien aufgefordert, sich an der Transaktion zu beteiligen.

ATX auf Fünfjahreshoch

Der Zeitpunkt für einen weiteren Börsengang der voestalpine sei "hervorragend". Der ATX an der Wiener Börse habe am Mittwochnachmittag ein Fünfjahreshoch erreicht. Er gehe davon aus, dass die Platzierung der Aktien in eine "Phase der Stärke" fallen wird. Er plädiere für "eine rasche Abwicklung" der Transaktion. Der Markt fasse heuer noch bis zu 3 Mrd. Euro. Maximal sollten die Anteile in zwei Schritten verkauft werden, betont Zapotocky.

Die Wiener Börse werde damit ihrem Ziel, die Marktkapitalisierung von derzeit 39 auf 50 Mrd. Euro zu erhöhen, einen deutlichen Schritt näher gebracht. Der Zugang zu Eigenkapital in Österreich werde dadurch erleichtert, so der Wiener Börse-Vorstand. (APA)

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