Zusammenbruch des österreichischen Stromnetzes knapp verhindert

29. August 2003, 12:37
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Leitung Ungarn-Kroatien war ausgefallen

Wien - Ein weit reichender Zusammenbruch des Stromnetzes im Süden Österreichs wurde am Mittwoch nur knapp verhindert. Die Leitung Ungarn-Kroatien mit 380 Kilovolt war ausgefallen. Dadurch kam es zu einem erhöhten Leistungsfluss, der die 220-Kilovolt-Leitung Ternitz- Hessenberg start überlastete. Nur durch sofort eingeleitete Maßnahmen konnte die "Katastrophe" verhindert werden.

Ausfall um 9.15 Uhr

Die Ungarn-Kroatien-Leitung war aus noch nicht bekannter Ursache um 9.15 Uhr ausgefallen. Durch die europaweite Vernetzung kam es auch sofort in Österreich zu einem stark erhöhten Leistungsfluss, gab der heimische Energieversorger Verbund bekannt.

Überlastete Leitungen

Die aus den sechziger Jahren stammenden Nord-Süd-Leitungen wurden stark überlastet. Ein großräumiger Stromausfall im Süden wäre die Folge, eine Ausweitung auf weitere Regionen Österreichs wäre nicht auszuschließen gewesen, so Verbund.

Diese kritische Situation wäre bei einem bereits vollständig existierenden 380-Kilovolt-Ring leichter beherrschbar und ein Netzausfall sehr unwahrscheinlich gewesen, meinte das Unternehmen. Verbund forderte deshalb die rasche Realisierung dieses Ringes in Österreich, um damit die Versorgungssicherheit zu verbessern. (APA)

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