SEZ tief in der Verlustzone

31. August 2003, 19:55
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Gut ein Fünftel der Stellen gestrichen - Fast acht Millionen Euro Betriebsverlust im Halbjahr

Zürich/Villach - Der an der Zürcher Börse notierte Halbleiterausrüster SEZ hat im Halbjahr tiefrote Zahlen geschrieben. Hohe Sanierungskosten sowie ein weiterhin angespannter Markt bescherten dem Kärntner Unternehmen in den ersten sechs Monaten 2003 einen Betriebsverlust (EBIT) von 12 Mio. Franken (7,8 Mio. Euro), nach 3 Mio. Franken Gewinn im Vorjahr. Den Reinverlust bezifferte SEZ am Mittwoch mit 5,8 Mio. Franken, im ersten Halbjahr 2002 hatte das Minus 2,1 Mio. Franken betragen.

Die Umsätze sackten von 96,6 auf 69 Mio. Franken ab. Als Grund wurden neben dem schwachen Geschäftsgang auch der Rückzug aus der Produktion von Nass-Ätzbänken und die Schließung von SEZ Germany genannt.

Personalstand zurück gefahren

Weltweit hat die Gruppe ihren Personalstand um mehr als 20 Prozent auf weniger als 600 Mitarbeiter zurück gefahren. Für die Restrukturierung sind im Semesterergebnis laut den Angaben Kosten in der Höhe von 1,9 Mio. Euro angefallen.

Für das erste Halbjahr berichtete SEZ trotz der anhaltend schwachen Konjunktur von einer zunehmenden Belebung der Nachfrage, vor allem aus Asien. Der Preisdruck im Markt für Halbleiterausrüstungen werde dagegen kurz- und mittelfristig anhalten, wie es weiter hieß.

Im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorquartal von 27,4 auf 37,2 Mio. Franken. Das Management rechnet damit, dass sich dieser Aufwärtstrend auch im laufenden dritten Quartal fortsetzt, und hat daher den unteren Grenzwert der Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2003 um 10 Mio. Franken angehoben. Erwartet wird jetzt ein konsolidierter Umsatz in einer Bandbreite von 140 bis 165 Mio. Franken.(APA)

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