EVN leidet unter schwachem Gasgeschäft

31. August 2003, 19:31
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In den ersten drei Quartalen operativ schwächer

Wien - Der börsenotierte niederösterreichische Energieversorger EVN musste in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2002/03 einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 13,4 Prozent auf 136,5 Mio. Euro hinnehmen. Grund dafür waren der Umsatzrückgang im Gasgeschäft, die Senkung der Stromnetztarife und die für die EVN ungünstige Entwicklung der Energiebezugspreise, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Finanzergebnis konnte deutlich verbessert werden und drehte von minus 15,8 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2001/02 im laufenden Geschäftsjahr auf ein Plus von 35,3 Mio. Euro.

Das unversteuerte Ergebnis stieg um 21,1 Prozent auf 171,7 Mio. Euro. Der Periodengewinn konnte um 33,7 Prozent auf 119,7 Mio. Euro verbessert werden. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 3,18 (2,41) Euro.

Ergebnis über Prognosen

Die Umsatzerlöse sanken um 3,3 Prozent auf 874,5 Mio. Euro. Die Vergleichbarkeit sei allerdings auf Grund der Umstellung der Vertriebsstruktur bei Strom und Gas eingeschränkt. In beiden Bereichen wurde das Handelsgeschäft bzw. die Großkundenbetreuung im Rahmen der EnergieAllianz bzw. der "Österreichischen Lösungen" ausgegliedert. Die Erlöse aus dem Energiegeschäft gingen um 5,3 Prozent auf 789,3 Mio. Euro zurück.

Die EVN liegt mit den heute präsentierten Zahlen beim EBIT über den Prognosen, Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang um rund 16 Prozent auf 133 Mio. Euro gerechnet. Der Umsatzrückgang fiel allerdings stärker aus als das erwartete Minus von 0,55 Prozent.

Das Ergebnis der ersten drei Quartale stelle eine solide Basis für das gesamte Geschäftsjahr 2002/03 dar, heißt es weiter. Darüber hinaus seien die Genehmigung der österreichischen Stromlösung sowie der Erwerb der WTE Wassertechnik Meilensteine für die zukünftige positive Entwicklung der EVN. (APA)

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