Bush ruft Nahost-Staaten zum Abrücken von Extremisten auf

28. August 2003, 10:16
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Weißes Haus kritisiert Berufung von Arafat-Sicherheitsberater Rajoub

Saint Louis/Saint Paul - US-Präsident George W. Bush hat die Palästinenser und alle Staatsführer der Nahost-Region zum Abrücken von extremistischen Organisationen aufgerufen. Der Moment für die "wahren Freunde der Palästinenser, aller Führer im Nahen Osten und die Palästinenser selbst" sei gekommen, die Finanzierung und die Unterstützung des "Terrorismus" einzustellen, sagte Bush am Dienstag in Saint Louis (US-Bundesstaat Missouri). Erst wenn Israel sicher sei, könne die "Flagge über einem unabhängigen palästinensischen Staat aufgezogen werden."

Das Weiße Haus kritisierte die Ernennung des früheren Sicherheitschef im Westjordanland, Jibril Rajoub, zum Sicherheitsberater von Palästinenserpräsident Yasser Arafat. Dies werfe den Kampf gegen palästinensische Extremisten zurück, sagte Präsidentensprecherin Claire Buchan in Saint Paul (US-Bundesstaat Minnesota). Die Konsolidierung aller palästinensischen Sicherheitskräfte unter Kontrolle von Regierungschef Mahmud Abbas werde blockiert. "Arafat behindert den Kampf gegen den Terrorismus", kritisierte Buchan.

Rajoub gilt als palästinensischer Volksheld. Er stand ebenso wie der in Israel inhaftierte Intifada-Führer Marwan Barguti ganz oben auf der israelischen Fahndungsliste. Rajoub verbrachte mehrere Jahre in israelischen Gefängnissen, bevor er in den Libanon deportiert wurde. (APA)

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    Jibril Rajoub "Intifada-Held" ist neuer "Sicherheitsberater" Arafats

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