22 Festnahmen bei Großrazzia im Nordirak

27. August 2003, 19:15
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3000 Soldaten beteiligt

Bagdad/Washington - Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Attentäter hat die US-Armee am Dienstag nördlich von Bagdad zahlreiche Verdächtige festgenommen. Nach US-Militärangaben waren rund 3000 Soldaten an dem Einsatz beteiligt. In Chalis, 50 Kilometer nördlich von Bagdad, seien am Dienstag 22 Verdächtige gefasst worden, teilte eine Armeesprecherin mit. Bilder des irakischen Fernsehens zeigten, wie die US-Armee mit Militärfahrzeugen Tore rammte, um sich Zutritt zu den Häusern zu verschaffen. In der durchsuchten Gegend liegt auch Tikrit, die Heimatstadt des entmachteten Staatschefs Saddam Hussein, in der sich noch zahlreiche seiner Anhänger versteckt halten sollen.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zeigte sich angesichts der weiter angespannten Sicherheitslage im Irak erstmals zur Entsendung weiterer Truppen bereit. Bulgarische Soldaten übernahmen das Kommando über die zentralirakische Stadt Kerbela von Einheiten der US-Marineinfanterie. Der Präfekt von Falluja, Taha Badiui, drohte mit hartem Widerstand gegen eine mögliche türkische Truppenpräsenz in der Stadt.

Bei einem erneuten Angriff auf einen US-Armeekonvoi wurden bei Amarija in Zentralirak ein US-Soldat getötet und zwei weitere verletzt. Ein weiterer Soldat kam bei einem Autounfall ums Leben. (APA/AP)

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