Ansichtssache: Die Spitzenkandidaten

28. September 2003, 22:14
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Vom dem "der mit der Regierung hadert" bis zu dem "der von links kommt"

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Der mit der Regierung hadert

Er hatte die "Absolute" schon in Griffweite – aber Josef Pühringer muss sich nun mit geringen Stimmzuwächsen begnügen: Am Anfang stand ein "Nein". Im Bundesparteivorstand sagte der mächtige und stets loyale oberösterreichische Landeshauptmann (53) Njet zu Schwarz-Blau II. Aber die die Hoffnung, dass dieser Akt der Verweigerung immunisierend gegen diverse Unbilden aus Wien wirken würde, entpuppte sich als Illusion. Pühringers Parteifreunde, an der Spitze Bundeskanzler und VP-Chef Wolfgang Schüssel, mussten just während des oberösterreichischen Landtagswahlkampfs den Voest-Verkauf über die Bühne bringen – und vermasselten Pühringer damit die intakte Chance auf die absolute Mehrheit. Auf Landesebene hat der promovierte Jurist (verheiratet, drei Kinder) heftige Sträuße mit der SPÖ, die er auf Bundesebene als Koalitionspartner bevorzugt hätte, auszufechten gehabt. Pühringer ist seit 1995 Nachfolger des legendären "Landesvaters" Josef Ratzenböck. (nim)

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