1,9 Millionen Überstunden im ersten Halbjahr

26. August 2003, 14:30
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Überstundenleistungen über die Jahre wegen divergierender Berechnungen nicht vergleichbar

Wien - Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben am Dienstag die aktuellen Überstundenzahlen ihrer Mitarbeiter genannt: Demnach sind im 1. Halbjahr 2003 "real" 1,9 Millionen Überstunden angefallen. Im Gesamtjahr 2002 waren es demnach "real" 4,1 Millionen. Wie viele es die Jahre zuvor "real" waren, lässt sich laut ÖBB wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden nicht sagen.

Auf Grund einer vorgesehenen Wertvergütung um den Faktor 1,5 sowie durch Addition von früher geleisteten Restüberstunden ergebe sich für 2002 aber ein rechnerischer Gesamtwert von 6,3 Millionen angefallenen Überstunden. "Beide Werte - 4,1 und 6,3 Millionen - sind korrekt, auf Grund der unterschiedlichen Berechnungen aber nicht vergleichbar", so ÖBB-Sprecher Andreas Rinofner.

Künftig sollen jedenfalls die Überstunden im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten abgebaut werden, was laut ÖBB durch drei Maßnahmen erfolgen werde: Eine teilweise Auszahlung, ein teilweiser Zeitausgleich und eine strengere Kontrolle der Dienstpläne.

Ein komplexes Zahlengeflecht sind auch die Angaben zur Zahl der aktuellen ÖBB-Mitarbeiter. Grund für die zuletzt entstandene Verwirrung über divergierende Beschäftigtenzahlen ist laut ÖBB der Unterschied zwischen dem "Produktiv-Personalstand" (ohne Lehrlinge, Lehrpersonal, verleastes und im Ausland tätiges Personal) und dem "Gesamt-Personalstand".

Der offizielle Gesamt-Personalstand beträgt per Ende Juli 2003 demnach 47.353 Mitarbeiter, Ende 2002 lag dieser Wert bei 48.284. Zu Jahresende 2001 beschäftigte die ÖBB auf vergleichbarer Basis 49.775 Mitarbeiter, ein Jahr davor 51.345. Ein im Zuge von APA-Recherchen aufgetauchter Personalstand von 45.861 Mitarbeitern im Juni 2003 sei nur der "Produktiv-Personalstand", so Rinofner. Beide Zahlen seien korrekt, üblicherweise beziehe man sich aber auf den Gesamt-Personalstand.(APA)

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