Marseille "maximal ernst" ins Rückspiel

27. August 2003, 23:02
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Trotz hervorragender Ausgangsposition betonen Spieler und Trainer von Olympique, Austria Wien keinesfalls unterschätzen zu wollen

Marseille - Olympique Marseille hat nach dem wichtigen Auswärtstor vor zwei Wochen in Wien alle Trümpfe in der Hand, den Aufstieg in die Fußball-Champions League am Mittwoch Abend vor eigenem Publikum zu finalisieren. Und trotzdem zeigt der Meistercup-Gewinner von 1993 vor Austria Memphis Magna großen Respekt. "Wir müssen das 1:0 vergessen und so ins zweite Spiel gehen, als stünde es noch 0:0", warnt der offensive Mittelfeldspieler Lucio Fernandao seine Mitstreiter vor Bruder Leichtsinn.

Den Aufruf des Brasilianers, der im Prater dem pfeilschnellen Russen Dmitrij Sytschew das goldene Tor in der vierten Minute mit einem Idealpass aufgelegt hatte, scheint unter den Kollegen Gehör gefunden zu haben. "Die Austria hat im Hinspiel, das wir Gott sei Dank ohne Gegentreffer überstanden haben, zwei, drei Mal ihre Gefährlichkeit bewiesen", meint Linksverteidiger Brahim Hemdani.

"Gefährliche Austria"

Trainer Alain Perrin spricht selbst von seiner größten Herausforderung als Coach, die Millionen-Liga zu erreichen. Mit dem Provinzverein aus Troyes war er bisher nur im UI-Cup engagiert. Der UEFA-Intertoto-Bewerb führt ihn wieder in die Gegenwart zurück. Dass die Paschinger gegen Werder Bremen eine Sensation lieferten, blieb auch ihm nicht verborgen.

"Austria ist genauso gefährlich, sie hat mit Vastic, Wagner und Janocko, die gut harmonieren, technisch starke Spieler und eine stabile Abwehr", sagt der Franzose nur Gutes über die Gäste. Perrin hätte zu gerne ein zweites Auswärtstor seine Mannschaft aus Wien mitgebracht. "So müssen wir das Rückspiel maximal ernst nehmen. Tun das meine Leute, dann sind wir wohl in der Champions League", so der OM-Trainer. (APA)

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    Marseilles Fabio Celestini im Zweikampf mit Ivica Vastic beim Hinspiel in Wien

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