Kanada gibt Ureinwohnern Land zurück

27. August 2003, 18:30
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39.000 Quadratkilometer mit den einzigen Diamantenminen des Landes

Ottawa - Die Regierung Kanadas hat ein Territorium, das fast so groß ist wie die Schweiz, mit den beiden einzigen Diamantenminen des Landes an seine Ureinwohner zurückgegeben. Mit dem nach 13-jährigen Verhandlungen am Montag von Premierminister Jean Chretien und Tlicho-Häuptlingen unterzeichneten Vertrag wird das bisher größte Gebiet Kanadas in die Kontrolle seiner Ureinwohner gegeben. Das nur sehr dünn besiedelte Tlicho-Land erstreckt sich im Nordwesten Kanadas über 39.000 Quadratkilometer zwischen dem Großen Sklavensee im Süden und dem Großen Bärensee im Norden.

Eigene Verwaltung

Die Tlicho, die auch als Dogrib bekannt sind, können das Land nun selbst verwalten und über die Steuereinnahmen, darunter von den Diamantenminen sowie von Energieunternehmen im Mackenzie Valley, selbst verfügen. Neben der industriellen Entwicklung kontrollieren sie auch die Jagdgründe und den Fischreichtum ihres angestammten Landes. 15 Jahre lang wird die Tlicho-Selbstverwaltung zudem von der Regierung in Ottawa mit Subventionen unterstützt. "Mit diesem Vertrag werden alle Werkzeuge der Selbstverwaltung dorthin gegeben, wo sie hingehören - in die Hände der Tlicho", erklärte Kanadas Minister für Indianerangelegenheiten und die Entwicklung der Nordgebiete, Robert Nault. (APA/dpa)

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