Köpfeln erlaubt

26. August 2003, 14:57
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Kopfbälle schaden dem Gehirn nicht - Zusammenstöße mit dem Schädel des Gegners aber sehr wohl

Wien - Köpfelnde Fußballer riskieren keine bleibenden Schäden für ihr Gehirn, sagt der renommierte Sportmediziner Paul McCrory vom Centre for Sports Medicine Research an Education am Brain Research Institute der University of Melbourne (Australien) im British Medical Journal. Gefährlich wird es für die Spieler erst, wenn zwei Köpfe zusammenstoßen.

Wie McCrory ausführt, sind die Beschleunigungskräfte beim Zusammentreffen Kopf/Ball mit zehn Gramm zu gering, als dass gesundheitliche Probleme entstehen könnten. Es müssten wenigstens Werte um 40 bis 60 Gramm auftreten, um gefährlich zu werden.

Um Unfälle beim Kopf/Kopf-Zusammenstoß zu vermeiden, würden derzeit kommerziell hergestellte so genannte Soft-Helme nur relativen Schutz bieten, so der Sportmediziner weiter. Außerdem seien derartige Zusammenstöße selten, und es sei unwahrscheinlich, dass es neben den unmittelbaren Verletzungen auch zu sich aufsummierenden Langzeitschäden kommt. McCrory schlägt vor, derartigen Unfällen mit Trainingsmethoden entgegen zu wirken. (APA)

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