Lenzing mit weniger Betriebsgewinn

26. August 2003, 20:50
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Umsatz gesunken - Fasermarkt durch schwachen Dollar und Konjunkturflaute belastet

Wien - Die Konjunkturflaute und der schwache Dollar haben dem börsenotierten oberösterreichischen Faserhersteller Lenzing im Halbjahr weniger Umsatz und ein schlechteres operatives Ergebnis beschert: Bei einem Umsatzminus von 311,0 auf 301,4 Mio. Euro ist der Betriebsgewinn (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2003 mit 36,1 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert von 39,5 Mio. Euro zurück geblieben.

Dank eines besseren Finanzergebnisses stieg das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil (EBT) aber von 35,0 auf 40,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, ad hoc mit. Der Periodenüberschuss nach Minderheitenanteil lag mit 28,0 (nach 23,1) Mio. Euro ebenfalls höher.

Zweite Jahreshälfte wird für Faserindustrie schwierig

Nach Unternehmensangaben läuft der Ausbau der Kapazitäten in Lenzing auf rund 200.000 Jahrestonnen Fasern und in Heiligenkreuz auf 40.000 t nach Plan. Die zusätzlichen Kapazitäten würden im Laufe des Jahres 2004 zur Verfügung stehen, wie es hieß. Sie sollen die Weltmarktstellung der Gruppe weiter absichern.

Für das Gesamtjahr 2003 rechnet Lenzing mit einem Ergebnis unter Vorjahr. Die zweite Jahreshälfte werde für die Faserindustrie schwierig. Weltweit hohe Garnlager sowie niedrige Baumwoll- und Polyesterfaserpreise bei anhaltend schwacher Nachfrage drückten die Preise. Mit einer Erholung sei frühestens im Verlauf des vierten Quartals zu rechnen.(APA)

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